Gedanken, Beobachtungen und Einordnungen zu Entwicklung, Führung und Arbeit im Alltag.
Dieser Blog ist kein Ratgeber und kein Versprechen.
Er ist ein Ort für Gedanken, die helfen, Dinge klarer zu sehen.
Nicht vollständig. Nicht endgültig.
Aber ehrlich. Und praxisnah.
Vor ein paar Wochen fiel mir ein fünfzehn Jahre altes Notizbuch in die Hände. Ein einzelner Satz brachte alles zurück. „Ich habe keine Zeit zu denken." Damals war das kein Eingeständnis – es war ein Hilferuf. Und der Beginn einer Erkenntnis, die mich bis heute begleitet.
KI verändert, wie wir arbeiten. Aber sie verändert auch, wie wir denken – oder eben nicht mehr denken. Immer öfter sieht man, dass Menschen KI nutzen, um Aufgaben zu lösen, die sie nicht verstehen. Dokumente entstehen, ohne dass jemand die Fragen gestellt hat, die zählen. Und weil das Ergebnis gut klingt, wird es für gut gehalten. Das ist gefährlich. Besonders kritisch wird es dort, wo Menschen plötzlich mit fordernden Aufgaben konfrontiert werden, die bisher nicht zu ihrer R
Wir stellen uns operativen Herausforderungen. Wir lösen Probleme, die dringend sind.
Wir halten Systeme am Laufen, stabilisieren, reagieren. Wir arbeiten im Unternehmen – und zwar verdammt viel.
Aber sobald es um Zukunft geht – um Richtung, Positionierung, die Gestaltungsebene – wird's still.
Der letzte Blogbeitrag handelte vom Aktionismus. Dieser nun behandelt das Gegenextrem. Besonnenheit? Nein. Es geht ums Aussitzen. Das hat mit Besonnenheit wenig zu tun.
Aktionismus und Hemdsärmeligkeit haben einen guten Ruf. Sie stehen für Tatkraft und Führungsqualität.
Doch wogegen entscheidet man sich, wenn man sich für Aktionismus und Hemdsärmeligkeit entscheidet?
Darum geht es in diesem Artikel.